
drei KlM nach verrichteter Arbeit
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Rasseportrait
Vom
Wesen des Kleinen Münsterländers
Zu Beginn muss besonders die Hohe Intelligenz und Anhänglichkeit des
Kleinen Münsterländers erwähnt werden.
Er begreift seine Aufgabe rasch und wertet seine Jagderfahrung schnell aus.
Zugleich erkennt er aber auch die Schwächen seines Führers und
nutzt sie – besonders bei Inkonsequenz – mitunter gewaltig aus.
Die Hunde sind für die Haltung in der Wohnung als auch für die
Haltung in einer entsprechenden Zwingeranlage geeignet.
Als freundlicher und annäherungsbereiter Meutegenosse sucht er Kontakt
zu seiner Familie. Trotz dieser Familien- und Kinderfreundlichen Art hat
er die Schärfe am Wild, bedingt durch seine ungemeine Jagdpassion,
nicht verloren.
Seine Vorzüge sind ausgeprägter Spurwille und eine angewölfte
Bringfreude. Diese befähigen ihn in grossem Maße, krankem Wild
sicher zu folgen und seinem Führer zu bringen.
Der Spurwille ist häufig mit Spurlaut gepaart.
Durch eine strenge Zuchtauslese ist die Vorstehanlage fest verankert. Nicht
nur vor dem Schuss arbeiten die Hunde voller Eifer und Passion bei Suche,
Vorstehen, Buschieren und Stöbern; besonders geeignet sind sie auch
für die Schweißarbeit auf alles Schalenwild und das Verlorenbringenvon
Haar- und Federwild.
Wild- und Raubzeugschärfe ist ohne Frage ausgeprägt.
Erwähnt werden muss schliesslich die große Wasserpassion unseres
Hundes, dessen schlichtes, mittellanges Haarkleid ihn im Wasser gleichsam
gegen Nässe und Kälte schützt. Selbst unter härtesten
Bedingungen durchstöbert er Schilfgürtel und folgt beschossenem
Wild.
Schließlich – diese knappe Darstellung wäre sonst unvollständig
– muss die Empfindungsfähigkeit des Münsterländers
erwähnt werden.
Der KlM verfügt über eine breite Skala von Gefühlsäusserungen,
und wenn man bemüht ist, diese zu verstehen, so hat man bei der Ausbildung
seines Hundes bereits einen grossen Schritt geschafft.
Äussere Erscheinung
Der Kleine Münsterländer gehört zu den langhaarigen deutschen
Vorstehhunden.
Die gewünschte Grösse, gemessen an der Schulter, beträgt
bei Rüden 54 cm, bei Hündinnen 52 cm. In beiden Fällen ist
eine Abweichung von +/- 2 cm Zulässig, die Rumpflänge (gemessen
von der Brust bis zum Sitzbeinhöcker) sollte dann aber 3-5 cm weniger
bzw. mehr betragen.
Bei diesem Schnitt ergibt sich dann bei entsprechendem Skelettaufbau und
angepasster körperlicher Substanz eine harmonische Gesamterscheinung,
die allen an den Körperbau eines Jagdhundes gestellten Anforderungen
gerecht wird.
Der Oberkopf sollte nicht zu breit sein und keinen zu geringen Stop aufweisen.
Von der Seite gesehen ist das Verhältnis zwischen der sichtbaren Hinterhautwölbung
bis zur Mitte des Auges und von Mitte des Auges bis zur Vorderkante der
Nase etwa eins zu eins.
Das
Auge soll braun bis dunkelbraun sein, ebenso der Nasenschwamm.
Die Behänge sind oben breit und hoch angesetzt, liegen fest an und
weren nach unten hin schmaler und abgerundet. Sie dürfen nicht zu
kurz sein und dadurch dreieckig wirken.
Der Hals ist mittellang,
leicht gebogen und gut mit Muskeln versehen. Die Brust ist tief und geräumig,
ihr Querschnitt in etwa oval. Die Rückenlinie ist gerade und fest.
Sie setzt sich in der Rute fort, deren letztes Drittel leicht nach oben
gebogen sein darf.
Die Unterarme stehen - sowohl von der Seite als auch von vorne gesehen
– senkrecht auf dem Boden.
Eine übereinstimmende
Vorder- und Hinterlaufstellung ergibt das belastbare und für einen
erfolgreichen Einsatz im Jagdbetrieb notwendige Laufwerk.
Das Haar ist am Kopf
kurz, an den Behängen mittellang mit Fransen und wenig gewellt. Ebenso
ist die Rumpfbehaarung mittellang und wenig gewellt, sie sollte fest anliegen.
„Federn“ an den Vorderläufen und „Hosen“
an den Hinterläufen runden zusammen mit der sichelförmigen,
halblangen „Fahne“ an der Rute das ansprechende Bild des Hundes
ab.
Grundsätzlich
gibt es beim Kleinen Münsterländer die Farbunterscheidung zwischen
braun-weiss und braunschimmel.
Einen angewölften Leistungsunterschied des Hundes besteht zwischen
den beiden Varianten nicht. Gelegentlich kommen lohfarbene (sogenannte
Jungklaus´sche) Abzeichen an Fang und Augen vor.
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